Der GDV 2001-Hummel-PIN

 

Hummel, Hummel - mors, mors...

 

gilt als Hamburgs Schlacht- oder Erkennungsruf. “Hummel” war ursprünglich der Name eines Wasserträgers in der Hamburger Neustadt. Er lebte von 1787 bis 1854, hiess eigentlich Johann Wilhelm Bentz und soll griesgrämig, reizbar und nicht zuletzt etwas beschränkt gewesen sein.

Den Neustädter Jungs jedenfalls, die ihm ihr “Hummel, Hummel” nachriefen, knurrte er regelmässig ein “mors, mors” zurück, was bis heute eine ähnliche Aufforderung bedeutet wie das plattdeutsche “Klei die an´n Mors” und sich im Schrifthochdeutsch am anständigsten als “Götz-Zitat” liest.

Als die Hamburger Autofahrer nach den britischen Kennzeichen seit 1956 wieder mit ihren alten, 1910 eingeführten “HH” auf den Nummernschildern durch die junge Republik fuhren, erlebt der Spruch neue, überregionale Belebung. Im Zuge der Autoflut und der allgemeinen Mobilität ist der Zuruf in Vergessenheit geraten.

Daher gilt es heute sicher nicht mehr, was der genaue Beobachter der Hamburger Kulturszene und ausgewiesene Kenner der Stadt, der Journalist Hans Harbeck, 1930 ironisch, aber vermutlich zutreffend aufschrieb: Das “Hummel, Hummel” nebst seinem schlagkräftigen Echo ist zum Feldgeschrei und zum unfehlbaren Erkennungsmittel für alle Hamburger geworden und gehört zum Begriff der deutschen Welthandelsstadt wie das Amen zum Gebet.

Quelle: Kleines Lexikon Hamburger Begriffe - Daniel Tilgner -   ZEISE Verlag

 

Hummel 

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Hummel12 

 

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